Unsere Böden

Wir bewirtschaften ca. 30 Hektar Boden, die voll arrondiert um unsere Hofstelle liegen.

Da Boden und Grundwasser ein Gemeinschaftsgut sind und für die zukünftigen Generationen funktionsfähig erhalten werden sollen, stellen wir unsere Flächen auf ökologischen Landbau um.

Unsere Verantwortung für das Grundwasser

Der Biohof Burholz liegt zwischen Herzebrock-Clarholz und Beelen im Sandmünsterland der Westfälischen Bucht. Auf den im Untergrund anstehenden wasserstauenden Tonmergelsteinen haben sich Terassensedimente der Ems und ihrer Nebenflüsse wie der Axtbach und Sedimente der Kaltzeiten abgelagert. Sie bilden einen Grundwasserkörper, der wenig Abstand zur Geländeoberfläche hat und darum nach einer gewässerschonende Bewirtschaftung verlangt und die landwirtschaftlichen Einträge so gering wie möglich zu halten.

Unsere Verantwortung für den Boden

Die Böden setzen sich hier insbesondere aus Fein- bis Mittelsanden zusammen. Bereits unsere Vorfahren wussten, dass sie mehr organisches Material beisetzen müssen, um vernünftige Ernten einzufahren. Aus diesem Grund sind wir heute Erbe des "Plaggeneschs". Damit ist ein Bodentyp gemeint, der über Jahrhunderte durch Kulturmaßnahmen aufgebaut worden ist: In Dorfnähe hat man Heide- oder Rasenplaggen gestochen und diese als Einstreu in den Ställen verwendet. Angereichert mit dem tierischen Dung hat man sie anschließend auf den Acker gebracht. Auf diese Weise konnte sich auf den ansonst so kargen Sandböden ein nährstoffreicher Bodenhorizont ausbilden von dem wir noch heute im südlichen Hofbereich profitieren. Es wurde langfristig an dem Humusaufbau gearbeitet statt nur für die Pflanzenernährung zu kalkulieren. Wir möchten an diesem Kulturerbe anknüpfen und unseren Kindern und Kindeskindern ertragsfähige, fruchtbare Böden hinterlassen.

Anbau von Zwischenfrüchten

Senf und Ölrettich

schnell wachsende Zwischenfrüchte

Ölrettich

Der Ölrettich lockert verdichtete Stellen wieder auf

Blühender Senf

Auch im Januar sieht man noch die gelben Blüten

Für den Herbst und Winter säen wir Zwischenfrüchte, die wie der Name schon sagt, zwischen den Hauptfrüchten angebaut werden. Sie dienen dem Schutz vor Auswaschung des Stickstoffs und konservieren ihn in der Biomasse. Zudem bedecken sie im Winter den Boden und schützen ihn vor Wind- und Wassererosion. Häufig werden Pflanzenarten kombiniert um ihre individuellen Eigenschaften auszunutzen. Senf und Ölrettich binden zwar nur bereits vorhandenen Stickstoff, bauen aber sehr schnell Biomasse auf und unterdrücken so das Aufkommen von Beikräutern. Zudem kann der Ölrettich eine kräftige Pfahlwurzel bilden, die gut für die Behandlung von verdichteten Bodenbereichen ist.

Ein wichtiges Instrumentarium im Ökolandbau ist der Anbau von Leguminosen. Dabei handelt es sich um Pflanzen, welche mit Luftstickstoff fixierenden Bakterien - sogenannte Knöllchenbakterien - Symbiosen eingehen können und auf diese Weise Stickstoff in den Boden einbringen. Da wir auf den Einsatz von mineralischen Dünger verzichten, ist der Anbau von z.B. Kleegras eine wichtige Komponente unseres betrieblichen Nährstoffmanagements.

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